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23. März 2017 | Service

Steuer News März 2017

GmbHs – verbesserte Kapitalausstattung durch nicht genutzte Verluste

Rückwirkend zum 1.1.2016 wird die steuerliche Verrechnung von Verlusten bei Körperschaften neu geregelt. Künftig können Unternehmen, die für ihre Finanzierung auf die Neuaufnahme oder den Wechsel von Anteilseignern angewiesen sind, nicht genutzte Verluste bei Anteilserwerben steuerlich berücksichtigen. Voraussetzung ist, dass sie denselben Geschäftsbetrieb nach einem Anteilseigner-Wechsel fortführen. Dies gilt für Beteiligungserwerbe nach dem 31.12.2015. So profitieren insbesondere junge innovative Unternehmen von verbesserten Finanzierungsmöglichkeiten.

Arbeitszimmer als Teil einer offenen Wohnung nicht absetzbar

Aufwendungen für ein „häusliches Arbeitszimmer“, das sowohl zur Erzielung von Einnahmen als auch zu privaten Wohnzwecken genutzt wird – wie z.B. eine Wohnung mit offenem Wohn- und Küchenbereich - können nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs weder insgesamt noch anteilig als Betriebsausgaben berücksichtigt werden.

Unvollständige Lohnbuchhaltung führt zur Schätzung von Sozialversicherungsbeiträgen

Laut Sozialgesetzbuch müssen Arbeitgeber für jeden Beschäftigten Entgeltunterlagen für jedes Kalenderjahr führen. Tut ein Arbeitgeber dies nicht und verhindert damit die Feststellung der Versicherungs- oder Beitragspflicht bzw. der Beitragshöhe, werden die Beiträge vom prüfenden Träger der Rentenversicherung geschätzt.

So eine Schätzung kann korrigiert werden. Jedoch muss dabei immer der Arbeitgeber beweisen, dass der eigentlich richtige Betrag ohne unverhältnismäßigen Aufwand festgestellt werden könnte. Eine vollständige Lohnbuchhaltung spart also viel Zeit und vor allem Geld.

Aufbewahrung und Archivierungsvorschriften für elektronische Kontoauszüge

Der elektronische Kontoauszug löst den Papier-Kontoauszug immer stärker ab und wird grundsätzlich steuerlich anerkannt. Die Aufbewahrung als Papierausdruck genügt jedoch nicht den Anforderungen an die Aufbewahrungspflicht.

Für die Dauer der Aufbewahrungspflicht müssen diese Daten gespeichert und gegen Verlust gesichert werden. Zudem müssen sie maschinell auswertbar sein und für eine mögliche Außenprüfung zur Verfügung stehen.

Dies gilt auch für Steuerpflichtige, die ihren Gewinn per Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln. Bei privaten Steuererklärungen werden jedoch anstelle von konventionellen Kontoauszügen auch ausgedruckte Online-Bankauszüge anerkannt.

Gerne beantworten wir all Ihre Fragen zu den genannten Themen detailliert in einem persönlichen Gespräch. Sprechen Sie uns an.

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